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Takk takk

So. 20 Kilogramm Gepäck sind bereits wieder zuhause, inkl. 70 Kilogramm halbitalienischer Schinken, der über's Wochenende hier war. Lustig war's, kalt, windig, ermüdend, aber lustig! Danke Schwester S., vor allem auch für den Lacher auf dem Egon-Klo! Und dir nen Guten Ph. (auch mit dem Schinken)!

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Es beielete...

In Bergen hat's dieses Wochenende gebeielet. Schön weiss wurde alles, in der Innenstadt leider teilweise ganz schön matschig. Und ich hatte meinen allerschönsten Flug auf der Hinreise nach Bergen - und meine Kamera im Gepäckfach. Bleibt euch also alles vorenthalten, die bunten (Modellbau-)Holzhäuschen, die teilweise fast im Wasser standen, die brausende See, die an der Küste aufpeitschte, die zerstreuten Schäreninseln, das schneebedeckte Hochplateau, die wunderbar zerzupfte Wolkendecke mit Sonnenlichteinbrüchen - ich liebe dieses Land! Es war wie im Märchen. Die nächtliche Rückreise im Bus war dann allerdings nicht mehr so bombastisch - ich bin einfach zu gross dafür (für Busse, s'BD-Bähnli und manche alten Regiozüge) und hab den kleinen Mann neben mir, der gemütlich seine Beine ausstrecken konnte und sogar noch Platz für ein Riesenkissen auf seinem Sitz hatte total beneidet.

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Gebucht!

Der Flug nach Hause ins Schweizer Ländle ist gebucht. Am Freitag 21.12. geht's schon wieder heimwärts! Und am Samstag geht's auch gleich fett shoppen in die Migros - in unsere kleine, feine Migros. Gibts eigentlich irgendwelche tolle neue Budget-Produkte von denen ich noch nichts weiss?
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Igitt

Ich hatte bisher ein total süsses Bild von Seesternen in meinem Kopf. Sowas in der Art z.B.:

Bis gestern. Da waren wir hier in der Umgebung auf ner Insel picknick'n und bekamen ein Massenlager von Seesternen zu Gesicht - z.T. viollette, schwabbelige, fette, tote, vier- oder dreibeinige, schleimige - einfach grusige Seesterne. Ich hab mich geekelt und bin noch dazu fast auf einen draufgetreten. Bitte, hier:

In Wirklichkeit sah's noch viel Schlimmer aus, wirklich.

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Ich bitte melde mich!

Jaja, ich weiss, etwas langweilig hier... ist ja nicht so, dass ich hier grad gar nix erlebe, aber bin manchmal etwas schreibfaul (immer öfters). Aber ich zieh's noch durch, bis zum 23. Dezember! Dann gibts das grosse Fazit - wieviele Kilogramm hat sie nun tatsächlich zugenommen?

Nun gut. Waren am Wochenende in Schweden, Göteborg. War nett, meine Begleitung (B.), die Stadt etwas langweilig. Hab herausgefunden, dass ich wohl doch nicht so der Stadttourist bin, mir wird schnell langweilig, werde dann müffelig und auch müde, und laufe apathisch mit ner zentnerschweren Last auf dem Rücken durch die Gassen. Also wirklich nicht so die Spassbombe... Armer B.! Sind dann am Samstag auf ne Insel geflüchtet, war aber auch nicht grad berauschend, aber die Stimmung war gut, und auch die zum Picknick mitgebrachten Chokladbollar (Schoggibölle mit moussartiger Struktur!). Ja, hab natürlich auch davon ein wenig zuviel gegessen und muss noch immer mit Würgedrang daran zurückdenken. Aber sobald ich wieder Lust und Zeit habe, werde ich ne Partyplatte davon backen (hab das Rezept schon ausfindig machen können, natürlich!) und sie hoffentlich nicht alleine aufessen müssen... Das Spannendste auf der Insel - übrigens - waren das plötzlich aufspringende Reh oder sowas ähnliches und die praktischen Töfflis mit Ablagefläche. B. hätte den ganzen Tag damit rumfahren können. Männerträume... Aufgeregt haben wir uns dann abends, an der "perfect-for-one-person"-Pizza im Pizzahut. Haben erst gedacht, wir seien im falschen Film, doch der Frank wollte einfach nicht um die Ecke kommen. Ein Appetizer von einer Pizza, nen Kaffeteller gross und unser Magen so leer. Was für ne Enttäuschung... Naja... Wieso sprech ich hier früher oder später immer vom Essen? Waren ja eigentlich noch an einem Konzert im Pusterviks, Handsome Furs (ein Teil von Wolf Parade) haben dort gespielt und es war gut, ja wirklich gut. Ich liebe "seine" Stimme! Haben sogar zum ersten Mal gecouchsurft, ne Studentenbude von einem Schweden, bzw. dessen Couch, bzw. seinen zum Bett umfunktionierten Tisch. War sowas von gemütlich, haben auf hunderten (oder warens tausende?) von Kissen geschlafen - traumhaft! Der Richard war ein kleiner Freak, mit nem Kleiderfimmel, etwas anders als der Grossteil der Menschheit, aber sowas von nett und freundlich. Ich bin begeistert von dieser ersten Couchsurfing-Erfahrung. Vielleicht lässt sich ja dieses Projekt in good old Littau weiterfühen, wenn ich denn schwesterlicherseits die Erlaubnis dafür kriegen sollte? Aber wer will überhaupt nach Littau, in unsere Bruchbude? Na, wer will?

Wollte am Donnerstag Abend B. noch den hauseigenen Sprungturm zeigen. Fuhren auch hoch, standen auch daneben, haben sogar hingeguckt, konnten aber nix sehen. Neheeebel! Alles voll, keine Chance auch nur ein Spürchen Nervenkitzel zu erhaschen. Haben dann stattdessen in ner Mülltonne nach ner Maus, die wohlbemerkt auch ein Marder hätte sein können (!), gesucht, nachdem uns ein muskulöser, äusserst sportlicher Norweger, total aufgelöst wie ein Huhn, davon erzählt hatte. Gezippelt und gezappelt hat er, ich glaub, das war das erste Mal, dass ich etwas dermassen Unmännliches zu Gesicht bekommen habe. Nachdem wir dann die zeigefinerlange Maus befreit hatten, meinte er noch, dass er seinen Freunden davon lieber nichts erzählen sollte und hopste (also mit beiden Beinen gleichzeitig!) die 70cm hohen Treppenstufen wieder rauf und runter. Was wiederum - komischerweise - sehr männlich und beeindruckend war.

Auf Flickr gibt's ne neue Fotoshow hierzu. Bitteschön! Kleine Kostprobe:

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Ja, [jeg] elsker dette landet*

Meine Liebe zum Bergwandern wurde nun endgültig entfacht:

Nach langem hin und her... ist das Wetter gut, ist es nicht? Haben wir ein Auto, haben wir nicht? Sind wir zu fünft, sind wir nicht? Sollen wir wirklich dort hoch, sollen wir lieber doch nicht? ...sind wir dann am Samstagabend doch noch in Gjendesheim gelandet, einem Miniort am Rande des Jotunheimen Nationalparks. Und zwar zu fünft, bei mehr oder weniger gutem Wetter und mit ausgeliehenem VW Polo. Wir waren alle in Fahrt (bzw. leicht flattrig ob der bevorstehenden grossen Wanderung, die selbst in Henrik Ibsens "Peer Gynt" zur Sprache kommt). Sonntagmorgens um neun gings mit dem Boot eine halbe Stunde Richtung Memurubu, von wo aus unsere 14 km lange Wanderung zurück nach Gjendesheim begann. Sechs Stunden waren wir unterwegs, sind auf allen Vieren die Wand Richtung Gipfel hochgeklettert, versuchten im dichten Nebel den Anschluss an die zwei vor uns marschierenden Norweger nicht zu verlieren (wohlbemerkt: einer davon war mit Joggingschuhen unterwegs!), folgten bzw. verscheuchten wohl eher einen kleinen Lemming, haben geflucht, gelacht, geschwitzt, gefroren, gestaunt und gejubelt, als wir schliesslich wieder unten ankamen, nach einer buchstäblich gigantischen Tour. Das Beste was ich in der Art bisher erlebt habe - einfach genial! ...und ich war fit! Wir sind fast gleichzeitig mit den Norwegern am Ziel wieder angekommen, hab weder Muskelkater, noch irgendwelche Blasen. Einzig meine Knie schmerzen ein wenig beim Treppenruntersteigen. Aber das muss wohl. Hey, bei 700 Höhenmetern hoch und wieder runter! Und das im Land der Bergriesen**! Ich bin begeistert und muss da wieder hin - aber erst nächstes Jahr, denn den ersten Schnee hatten wir am Wochenende schon auf unseren Schultern liegen.

Weitere Fotos vom Wochenende gibts auf Flickr.

* zit. nach: Bjørnstjerne Bjørnson, Norwegische Nationalhymne, 1858-1868. "Ja, vi elsker dette landet, som det stiger frem, furet, værbitt over vannet, med de tusen hjem." (Ja, wir lieben dieses Land, wie es aufsteigt, zerfurcht und wettergegerbt aus dem Wasser, mit den tausend Heimen.)

** Der altnordischen Mythologie zufolge, wohnen diese Bergriesen in Jotunheimen (Jotun = Bergriese), wo sie - wie alle Trolle - zu Stein wurden, weil sie sich nicht vor Sonnenaufgang verstecken konnten oder von Menschen gesehen wurden.

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Besseggen, ich komme!

Fühl mich grad ganz hyper. Hab mich soeben ganz spontan für 'ne Wochenendwanderung angemeldet, mit Leuten, die ich kaum kenne - auf 'nen Berg, der alle meine (und eure?) bisherigen Wanderausflüge in den Schatten stellt. Bitteschön:

Wahnsinn, oder? Besseggen heisst dieses Gebirgsstück und liegt im Jotunheimen-Nationalpark. Die beiden Seen (links: der grüne Gjende, 985 m.ü.M.; rechts: der schwarze Bessvatnet, 1'378 m.ü.M.)werden an der schmalsten Stelle von nur 50 m Land getrennt. Der höchste Punkt dieses "Sensegrates" liegt bei 1'743 m.ü.M. Am Samstag gehts los, mit dem Auto Richtung Jotunheimen und am Sonntag früh, gehts mit dem Boot über den Gjendesee, von wo aus unsere sechsstündige Wanderung (bei voraussichtlich schönem Wetter) beginnt. Det skal bli kjempegreit!

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Ut på tur, aldri sur!

Ich war gestern spontan wandern. So spontan, dass ich nur meine wir-sind-überall-mitdabei-Ballerinas anhatte. War eigentlich in der Stadt am lustlos herumschländern (was für ein trister Tag, heute übrigens auch), da kam mir plötzlich die Idee: Weg von dieser einkaufsfreudigen, wochenendgestimmten Menschenmasse hier, rauf in die Höhe, den Geist erfrischen! So haben wir uns also auf den Weg gemacht, meine Ballerinas und ich.

Etwas oberhalb vom Holmenkollen stiegen wir aus der Trikk und nahmen uns vor, zum Holmi hinunter zu spazieren. Drei Kilometer stand auf dem Wegweiser, perfekt, dacht ich mir - dreimal zur Migros und wieder zurück. Ein paar hundert Meter weiter stolperten wir aber auch schon über Stock und Stein, wichen Sumpf und Schlamm bestmöglichst aus. Wo bin ich hier bloss gelandet?

Nach einer gefühlten halben Stunde waren wir erst fünfhundert Meter weit gekommen - das konnt's nicht sein. Langsam fand ich die Idee der spontanen Wanderung auch gar nicht mehr so toll, vor allem dann nicht, als ich die blauen Wegmarkierungen aus den Augen verlor. Zum Glück kamen mir zwei norwegische Burschen entgegen, die mir den Weg zur nächsten Trikkstation weisen konnten. Dort angekommen, bemerkte ich, dass ich mich nur fünfhundert Meter bzw. eine Trikkstation von meinem ursprünglichen Ausgangspunkt entfernt befand. Die drei Kilometer hatte ich jedoch längst auch hinter mich gebracht, doch irgendwie falsch herum.

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Postkarte aus Bergen

Gerade bekommen wir einen neuen Kühlschrank (ein Riesending mit Wassertank für Sprudel- und Normalwasser - wie auch immer das aussehen mag, geh's nachher grad mal tscheggen) geliefert und - ja richtig - es ist halb neun abends. Aber eigentlich wollt ich ja über das (verhustete) Wochenende in Bergen schreiben, das natürlich schön und lustig war, aber B. und ich waren beide noch etwas restkrank, so dass wir keine grossen Berge versetzt haben. Vor Lauter Husten und ungewollten 45° Rumpfbeugen, hab ich mir nen zünftigen Muskelkater im Bauch geholt - echt wahr! Husten fördert die Bauchmuskulatur! Es mag zwar ein Zufall sein oder auch nicht, aber heute konnte ich seit Jahren mal wieder in eine H&M-Hose schlüpfen, ohne wie eine Presswurst auszusehen (für meine Augen...). Hab sie mir auch gleich gekauft, nachdem ich meine wirklich sehr ausgelatschten, ausgeweiteten, verfärbten, hochwässrigen und einfach aus der Form geratenenen 4jährigen Manchesterhosen auf nem Foto passiv miterleben musste (die mir wohlgemerkt über die Jahre als einziges Paar Hosen dienten - ja ich hasse Hosen posten!).
Was ich auf jedenfall noch erzählen wollte ist die "lustige" Zugfahrt nach Bergen, bei der ich mich ganz frech und von nichts wissend ans Fenster gesetzt habe, also neben meinen reservierten Platz. Die rechtmässige Besitzerin des Sitzes hat mir dann freundlicherweise den Platz "for a while" sozusagen geschenkt. Ich hab dann extra mein Lehrbuch "Et år i Norge" in der vorderen Sitzablage hervorblitzen lassen, mit der Hoffnung, dass sie's erblickt und den richtigen Schluss folgert, dass ich das erste Mal diese Zugfahrt unternehme und nicht von hier bin und deshalb sehr gerne am Fenster sitzen bleiben würde, weil mich das da draussen doch so interessiert. Hab dann extra interessiert aus dem Fenster geglotzt, obwohls noch gar nicht spannend war, so durch den Vorstadt Dschungel - aber es hat gewirkt, konnt bis am Ende dort sitzen bleiben - zu meinem Übel. Ja, denn nach ner Stunde, in der sie geschlafen hat und mich danach gefragt hat, ob sie geschnarcht hätte, hat sie sich auch schon vorgestellt und den Startschuss für ein vierstündiges Geplauder in norwegisch gegeben. "Das sei ja soo lustig mit mir zu sprechen", kein Wunder bei der Aussprache und den vielen Fehlern und so, das war ja mein erstes offizielles richtiges Gespräch auf norwegisch... am Ende hat sie mir noch ihre Adresse und Telefonnummer notiert, ich weiss aber nicht, was ich damit machen soll?
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